Arbeitszeugnis-Mediation
Streit ums Arbeitszeugnis führt pro Jahr zu rund 30000 Urteilsverfahren vor Arbeitsgerichten. Viele dieser Konflikte sind unnötig, da sie lediglich auf Missverständnissen, Kommunikationsschwierigkeiten oder einem unsorgfältigen Umgang mit der Zeugnissprache beruhen. Als Mediatoren helfen wir, Kompromisse zu finden und Streit zu vermeiden.

Das Vorgehen in zwei Schritten:
Schritt 1: Bewertung / Korrektur des Arbeitszeugnisses: Die erste Partei (in der Regel der Arbeitnehmer) sendet uns das Arbeitszeugnis per E-Mail und
beauftragt uns mit einer Bewertung oder mit einer Korrektur des Arbeitszeugnisses. Wir stimmen das Vorgehen in einem
telefonischen Vorgespräch mit der ersten Partei ab, erstellen die gewünschte Bewertung oder Korrektur und besprechen
diese in einem Nachgespräch mit der ersten Partei. Die erste Partei erhält die Rechnung für die Bewertung oder
Korrektur.
Die Kosten betragen gemäß den Preislisten für Bewertungen und Korrekturen zwischen 50 und 150 Euro (inkl. USt.).
Schritt 2: Arbeitszeugnis-Mediation: Wir senden der zweiten Partei (in der Regel dem Arbeitgeber) die Bewertung oder Korrektur mit einer
ausführlichen Begründung unserer Änderungsvorschläge und laden die zweite Partei zur Teilnahme an der
Arbeitszeugnis-Mediation ein. Diese Einladung nehmen wir kostenlos vor. Stimmt die zweite Partei zu, nehmen wir den
Auftrag an
und sprechen mit der zweiten Partei über unsere Änderungsvorschläge und ihre
Anforderungen. In der Folge erarbeiten wir Kompromisse, welche den Anforderungen beider Parteien gerecht werden, und stimmen
diese telefonisch mit beiden Parteien ab. Sobald beide Parteien mit dem Text einverstanden sind, ist die Mediation beendet.
Die Kosten betragen 150 Euro (inkl. USt.) und werden zur Hälfte von der ersten Partei, zur anderen Hälfte von der
zweiten Partei übernommen, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
Alternative: Falls bereits eine Diskussion über einzelne Textstellen eines Arbeitszeugnisses im Gange ist und
keine Bewertung oder Korrektur benötigt wird, bieten wir die Arbeitszeugnis-Mediation (Schritt 2 wie oben
dargestellt)
auch als Einzelleistung zum Preis von 150 Euro (inkl. USt.) an.
Abgrenzung zur Rechtsberatung: Bei unserer Arbeitszeugnis-Mediation handelt es sich um keine Rechtsberatung,
sondern um eine Sprachberatung zur Vermeidung einer juristischen Auseinandersetzung. Wir nehmen einen Mediations-Auftrag
nur dann an, wenn wir in den Vorgesprächen mit beiden Parteien einen Willen zur Einigung erkennen. Im Rahmen der
Auftragsbearbeitung bleiben wir
ein neutraler Mittler zwischen beiden Parteien.
Ihre Fragen zu diesem Angebot beantworten wir gerne kostenlos telefonisch oder per E-Mail.
Die Auftragsformulare
zur Bewertung oder Korrektur eines Arbeitszeugnisses erhalten Sie über folgende Links:
Auftragsformular Arbeitszeugnis-Analyse im Word-Format
Auftragsformular Arbeitszeugnis-Korrektur im Word-Format
Sprachberatung zur Vermeidung von Streitigkeiten/Missverständnissen
Grundlage unserer Mediation ist eine Sprachberatung. Einerseits klären wir Aussteller von Arbeitszeugnissen darüber
auf, dass bestimmte Formulierungen zu vermeiden sind, da sie leicht missverstanden werden können
bzw. in der Fachliteratur mit Kritik gleichgesetzt werden. Andererseits zeigen wir Zeugnisempfängern, dass es sich bei
mehrdeutigen Formulierungen und
Zeugnismängeln nicht um persönliche Kränkungen handeln muss. Denn der Grund für viele sprachlichen Missverständnisse
ist die spezifische Zeugnissprache, die auf traditionellen Formeln der Zeugnisschreibung aufbaut und in
Fachpublikationen sowie von Gerichten durchaus unterschiedlich definiert und interpretiert wird. Also weisen wir auf kontroverse Formulierungen hin
und schlagen Alternativen vor.
Kritik im Arbeitszeugnis?
Auch in Fällen, in denen Leistungsaspekte kritisch zu bewerten sind, erarbeiten wir
Formulierungsvorschläge, welche die Anforderungen der Zeugniswahrheit, der Zeugnisklarheit und des
verständigen Wohlwollens erfüllen. Kritik muss nicht unbedingt nachteilig für den Arbeitnehmer sein. Konstruktive Kritik, die mit einer glaubwürdigen
Darstellung persönlicher Stärken und Arbeitserfolge verknüpft wird und als Entwicklungspotenzial geschildert wird, kann die
Überzeugungskraft eines Arbeitszeugnisses erhöhen und (abhängig von den Anforderungen des potenziellen Arbeitgebers) das Interesse an
einem Bewerber wecken.





